Heute K.-H. Bölling auf SWR2!

Als Mitglied des Karl-Heinz-Bölling-Fanclubs weise ich noch eilig auf den heutigen Hörspieltermin auf SWR2 hin:

22. 1. 2006 | 16:05 Uhr | SWR2, Hörspiel
„Die Eichhörnchen“
Von Karl-Heinz Bölling
Er, Karl: Reinhard Firchow
Sie, Doris: Hille Darjes
Monika: Astrid Meyerfeldt
Fritz: Horst Bollmann
Regie: Heinz von Cramer
(Produktion: DLR Berlin 2005)
Doris fragt Fritz, wo ihr Mann Karl sei. Karl jagt mal wieder Eichhörnchen hinterher. Doris schreibt ein Stück über Eichhörnchen. Davon hat Fritz nichts gewusst. Und Fritz will nicht, dass seine Frau schreibt. Doris verrät Monika ein Detail über deren Mann Karl: Karl schreibe Gedichte über Eichhörnchen. Als Karl Fritz zur Rede stellt, warum dieser ein Stück über Eichhörnchen schreibe, schießt Fritz auf Karl. Oder Karl auf Fritz? Oder Fritz auf Karl, dann Karl auf Fritz? Oder sind wir hier im neuesten Hörspiel von Karl-Heinz Bölling.

Sehr durchgeknallt abgründig und hochkomisch!
Und überlege, ob ich noch schnell einen Horst-Bollmann-Fanclub gründe…

Schmidtwunsch!

Anläßlich des 92. Geburtstags von Arno Schmidt möchte ich wieder einmal Alice Schmidts Tagebuch aus dem Jahr 1954 hinweisen. Da ist nicht nur Typo & Binderei wunderbar gemacht. Auch der Einblick in das Jahr ’54 einfach spannend. Und zum heutigen Tag ein Ausriß:
Ausschnitt aus dem Tagebuch - Was fuer ein Gott ist Arno dagegen
Daneben ist auf die Arno-Schmidt-Stiftung hinzuweisen. Und natürlich auch auf die Homepage der GASL. Und nicht zu vergessen Giesbert Damaschkes Website »mare-crisium.de«, die sich widmet dem im Dezember 1960 erschienenen Roman »Kaff auch Mare Crisium« von Arno Schmidt. Und natürlich auf seine Seite zur AS-Mailingliste!
Prost!

Und zur Strafe schreibst Du 50 x "Kai Diekmann"

Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann Kai Diekmann

Dreck, Dreck, Dreck

„Und wir flüstern: Mach weiter, Jack.“

So verendet Stefan Kuzmanys Artikel über die neue „24“-Staffel.
Vielleicht könnte sich Jack mal Herrn Kuzmany vornehmen? – Ach was.
Schade nur, daß ich die taz nicht im Abo habe. So kann ich sie nach dem, im Stil der Pop-Lit-Bubis hingerotzten, zynisch-verschmockten Artikel nicht einfach abbestellen. Immerhin wird mein Zeitungsverkäufer vielleicht etwas traurig sein. Aber er hat ja immer noch prima Lakritz-Schnecken im Angebot.

„Diese Serie macht an, weil sie dem Zuschauer Angst macht – Angst vor sich selbst.“

Dieser Artikel turnt ab, weil er dem taz-Leser Angst macht – Angst vor solchem Schwach-Sinn.

Joseph Brodsky, heute in SR2

—schnipp—
Freitag, 13.01.2006
15.05-15.30 Uhr
Joseph Brodsky: Rede im Stadion
gelesen von Hans Mittermüller
Der 1940 in Leningrad geborene und 1996 in New York gestorbene Autor emigrierte 1972 in die USA. 1987 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Bei dem Vortrag „Rede im Stadion“ handelt es sich um eine Ansprache, die Brodsky 1988 auf der akademischen Abschlußfeier an der University of Michigan hielt, an der er als Dozent tätig war. Die Rede ist abgedruckt in dem bei Hanser erschienenen Band „Der sterbliche Dichter“, der Beiträge von Brodsky über „Literatur, Liebschaften und Langeweile“, so der Untertitel, versammelt.
—schnapp—
Die SR2-Serie „Fortsetzung folgt“ ist auch als Stream hörbar, und löblich, löblich lassen die den 90 Minuten laufen.
Brodsky starb am 28. Januar 1996. R.I.P. Seine klugen Essays und seine schönen Texte seien empfohlen.

Dichter über Dresden

Weil ich gerade mal wieder nicht dazu komme, hier einen längeren Beitrag zu schreiben, nur ein kurzer Hinweis auf eine neue Reihe bei MDR Figaro„Dichter über Dresden“:

Exklusive Gedichte im vierzehntäglichen Rhythmus
Die neue Serie bei FIGARO: Dresden in Versen
FIGARO gratuliert zum 800jährigen Stadtjubiläum Dresdens mit einem Geburtstagsständchen der besonderen Art: Dichter und Dichterinnen wenden sich in exklusiv für den Sender verfassten Texten der Stadt zu, mit der sie verbundenwaren oder noch verbunden sind. Sie tun es nachdenklich, ironisch, distanziert oder liebevoll, kratzbürstig und humoristisch.
Die Serie startet im Journal am Morgen am 11. Januar 2006 um 07:45 Uhr mit einer witzig – pointierten Betrachtung von Thomas Rosenlöcher.
Im vierzehntägigen Rhythmus wird die Serie immer mittwochs zur gleichen Sendezeit fortgesetzt. Am 25. Januar ist der heute in Weimar beheimatete Wulf Kirsten mit heiter-melancholischen Kindheitserinnerungen an Dresden zu hören. Dann folgen die MDR-Literaturpreisträgerin Undine Materni (8.2.), der ehemalige sächsische Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Siegmar Faust (22.2.), die renommierten Romanautoren Helga Schütz (1.3.) und Jörg Bernig (15.3.), die Lyriker Heinz Czechowski (29.3.) und Christian Lehnert (12.4.) sowie Bachmann-Preisträger Uwe Tellkamp (26.4.).
Auf diese Art entsteht ein Regen poetischer Bekenntnisse zu der Stadt, von der der Schriftsteller August Gottlob Eberhard meinte, sie sei für jede Künstlernatur ein „Zauberort“.

Meine Favoriten: Rosenlöcher und Czechowski. Zu beiden soll es in diesem Jahr hier auch mal ausführlichere Beiträge geben.