Klaus C. Niebuhr

Als moderner Mensch will man ja immer wissen, was so los ist im Feuchtbiotop namens Wohnort. Daher kommt mir die „Stadtrevue“ ins Haus. Das beste an dem Magazin ist allerdings die (nur im Printerzeugnis lesbare) Kolumne „materialien zur meinungsbildung“ von Klaus C. Niebuhr – was einige humorlose und nörgelnde LeserbriefschreiberInnen nicht so ganz verstanden haben.
Im aktuellen Heft leuchtet eine Formulierung, die ich mir gleich gestickt in die Küche hänge, so schön ist sie:

Doch wenn gute Laune das Ziel ist,
dann ist der schlechte Geschmack
stets Weggefährte.

Evolution pro Sch*nbohm

Gaaanz wichtig für unsere aufklärenden C-Minister: Nicht pro Schöpfung vs. Evolution sein! Sonst fällt ein wichtiger Stein (sic!) für elegante Na*i-Vermeidung weg:
1.) Die Vorfahren des homo sapiens sapien stammen aus (Ost!!!-)Afrika
2.) Die versuchenden Mörder besten Freunde von Ermyas M. sind Menschen
3.) Die versuchenden Mörder besten Freunde von Ermyas M. sind seine Verwandten
Ergo: Das war nur ein Streit unter Verwandten.
Okay, okay – natürlich geht die Beweisführung auch für Schöpfungsfundis:
1.) Die Menschheit stammt von Adam & Eva ab
2.) Die versuchenden Mörder besten Freunde von Ermyas M. sind Menschen
3.) Die versuchenden Mörder besten Freunde von Ermyas M. sind seine Verwandten
Ergo: Das war nur ein Streit unter Verwandten.

Keine Na*is, nirgends (Geht gar nicht Nr. 16)

In der gerade noch so aktuellen taz von heute faßt Astrid Geisler sehr schön die Mediengeschichte des Mordversuches an Ermyas M. ganz ganz unglücklichen und selbstverschuldeten Mißgeschicks von Ermyas M. zusammen.
Wenn man dem, was kaum möglich, aber für Deutschlands Medien durchaus machbar ist, folgt, hat Sch*nbohm natürlich recht. Und auch die Verlängerung seiner (darf man das „Gedanken“ nennen?) Rederei: In Brandenburg und in Deutschland und in der ganzen Welt gibt es nämlich gar keine Naz*s. Und so verstehe ich nun auch endlich, warum es am 9. Mai 1945 und danach in Deutschland nie nicht keine Naz*s nicht gegeben hat – außer natürlich diesem kleinen häßlichen Österreicher.
Natürlich ist dann auch Christian Rath, der in der selben Ausgabe das Treiben kommentiert, auf das Schärfste zu widersprechen, wenn er schreibt:

Selbst wenn Ermyas M. die Täter zuvor als „Schweine“ bezeichnet haben sollte, dann antwortet ein normaler Mensch gar nicht oder sagt „Arschloch, halt’s Maul“. Nur der Rassist thematisiert sofort die Hautfarbe und schlägt so hart zu, als ob ihm das Leben seines Gegenübers egal ist.
Aber über Rassismus will die CDU offensichtlich nicht reden. Gut, dass Kay Nehm dieses Tabu nicht kennt. Er spricht etwas gewunden von „Fremdenfeindlichkeit“. Aber er meint doch das Richtige.

Aber auch nur dann.

Das C in *DU (Geht gar nicht Nr. 15)

S*häuble und S*hönbohm zeigen mal wieder, daß das „C“ im Parteinamen wahrscheinli*h für „*himäre“ oder „*ynis*h“ steht, auf keinen Fall aber für *hristli*h.
Eine kleine Erinnerung, die Herren (und zahlreiche Damen und Herren Parteimitglieder)?

Losung für Montag, 24. April 2006
Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdrücken;
denn ihr wisst um der Fremdlinge Herz,
weil ihr auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen seid.
2. Mose 23,9
Gastfrei zu sein vergesst nicht;
denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.
Hebräer 13,2

Same procedure as every year (Geht gar nicht Nr. 14)

H**ler - Deutschlands Verderber. Briefmarke aus Meissen 1945.
Nicht nur wegen der feigen Mörder in Potsdam scheint mir wichtig, daß daran erinnert wird. Und auch kein Millimeter davon abgewichen wird. Daß H**ler absolut und überhaupt nicht tolerierbar ist.
Deutschlands Verderber ist natürlich ein bißchen simpel. Auch Arschloch würde es wohl nicht richtig treffen. Verrückter sowieso nicht. Um das besser einschätzen zu können, werdempfehle ich auch heute wieder die

Analysis of the Personality of Adolph H**ler
With Predictions of His Future Behavior and Suggestions
for Dealing with Him Now and After Germany’s Surrender“

lesen.

Schlimm, diese Windparks

Immer wieder gern höre ich Leute über diese häßlichen Windparks schimpfen. Verschandeln doch die ganze Gegend. Und wünsche ihnen ein one-way-Ticket z.B. nach Baku. Damit sie mal begreifen, was „verschandeln“ bedeutet.s. z.B. diese NABU-Seite

Der Fluch des Öls
Ein Reichtum anderer Art liegt wie ein Schatten auf dieser vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt: Der Ölreichtum im Küstensockel des Kaspischen Meeres, der schon zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts Westeuropäer in das Land brachte und seit der Unabhängigkeit des Landes vor zehn Jahren für einen Förderboom sorgte, brachte eine der schlimmsten ökologischen Katastrophen des Landes mit sich.
Ölfelder in Baku / Quelle: NABU
Ölfelder bei Baku Ölfelder bei Baku
So ist die Halbinsel Apsheron, auf der die Hauptstadt Baku liegt und auf der wegen des trockenen Klimas natürlicherweise keine Bäume wachsen, von einem dichten „Wald“ aus Ölförderanlagen umgeben. An vielen Stellen überzieht eine schwarze, klebrige Ölschicht die Erde, das Gebiet ähnelt einer kahlen Mondlandschaft. Auch in den Niederungen des Landesinneren befinden sich Tausende Ölpumpen, die untereinander durch ein kilometerlanges Netz von maroden Öltransportleitungen verbunden sind. Dutzende Senken sind mit riesigen Ölseen gefüllt, die nicht einen Hauch von Leben ausstrahlen.

Gesundheitsbewußte Nichtraucher (Geht gar nicht Nr. 13)

Was mir das sogenannte Leben vollends unerträglich macht, sind diese Nichtraucher-Gesundheits-Egoisten, die schon beim Wort „Zigarette“ Hustenanfälle bekommen und sich lautstark über einen erneuten Anschlag auf ihr Leben aufregen. Die aber mit einem ihrer zahlreichen verschissenen Billig-Urlaubsflüge (um mal von ihren Autofahrereien zu schweigen) vermutlich mehr Gift in die Welt blasen lassen, als ich es je mit – sagen wir mal – täglich zwei Packungen Gauloise ohne Filter schaffen würde. Wenn ich denn überhaupt Gauloise ohne Filter rauchen würde.
Ach, zur Hölle mit ihnen.

Wochenschau

Zwei, drei Stunden „Deutsche Wochenschau“das geht nach einem Log-In z.B. beim Wochenschau-Archiv am Stück sehen. Beliebiges aus den Jahren 1939 bis 1945. Gern auch bunt gemischt.
Danach – über Jahre hin – unfähig, ohne Ekel die Worte „Deutschland“ und „Stolz“ in Zusammenhang denken zu können.