Deutsche Beamte – allzeit bereit!

Sowohl in der taz als auch auf den WDR-Seiten ist zu lesen, was Arno Schmidt schon schrieb:

Es ist nichts so absurd, daß Gläubige es nicht glaubten.
Oder Beamte täten.

Ein Jogger mit Bwin-T-Shirt wurde von einem Polizisten gestoppt und sollte sofort sein T-Shirt ausziehen, da Werbung für Bwin verboten sei.
Nee, is klaa, jungs.

Ikea – demnächst in Weimar / Ettersberg?

Während die Diskussionen über die Fehlleistungen des stellvertretenden Kulturbeauftragten Hermann Schäfer bei der Eröffnung des Weimarer Kunstfestes erfreulicherweise noch nicht beendet sind, scheint IKEA – wenn ich dem frisch erschienenen Katalog (S. 239) Glauben schenken darf – eine neue Filiale in Weimar / Ettersberg zu planen:
IKEA demnaechst in Weimar?
Natürlich: Ein Slogan ist ein Slogan ist ein Slogan. Bedenkenswertes dazu hat aber Hermann Klenner in seinem Aufsatz „Jedem das Seine! Geschichte eines Schlagworts“ geschrieben.

Nicht vergessen!

Damit es dieses Jahr mal nicht ein „Auf-den-letzten-Drücker“-Fest wird:
Weihnachtsmann am Monschauer Weihnachtshaus
Tja, noch sitzt der Weihnachtsmann entspannt am Monschauer Weihnachtshaus (in dem gestern allerdings ordentlich Betrieb war). Aber in vier Monaten (!) haben wir wieder die Bescherung. Es sei denn, man macht es wie ich. Und ignoriert das Fest.

Balla balla rules

Der Jurist und Politikwissenschaftler Daniel Dettling,Er entblödet sich auch nicht, auf seiner Auskunftsseite folgende Informationen erstrahlen zu lassen: Dr. Dettling gehört zu den 100 wichtigsten jungen Deutschen (NEON) und zu den 40 einflussreichsten Männer unter 40 (GQ). Armes Land, das solche wichtigen jungen Leute hat. Jg. 1971, selbständiger Politikberater und Vorstandsvorsitzender des think tank (vulgo „Denkpanzer“) berlinpolis, verbreitete im „Pol. Feuilleton“ von dradio hanebüchenen Quatsch, der mal wieder die Fragwürdigkeit des Beraterwesens zeigt. Die Generation Praktikum auf der Suche nach ihrer Zukunft, so der Titel. Er kommt zu dem aufregenden Schluß und Vorschlag:

Überfällig ist daher eine Wirtschafts- und Sozialpolitik, die Risiken und Chancen, Unsicherheiten und Garantien neu verteilt. 35 Stunden Woche? Für erziehende Eltern ja, für alle nein. Die Rente ist sicher? Ja, für die mit Kindern. Für Kinderlose reicht die Hälfte.

Ein Schelm, wer hier an Swift und dessen Vorschlag denkt, die Armen mögen doch ihre Kinder fressen, wenn sie Hunger hätten. Warum im Alter für die Kinderbesitzer mehr Geld da sein soll, obwohl sie a.) vermutlich weniger in die Sozialkassen gezahlt (während die bösen Doppelverdiener auch noch mehr Steuern abdrücken) und b.) sie Kinder haben, die ihre Eltern unterstützen können, weiß allein Dettling. Mutterkreuz, ick hör dir trapsen. Und warum Kinderzeuger im Alter mehr Geld brauchen, verstehe ich auch nicht. Ist den Kinderlosen der Appetit vergangen? Brauchen die keinen Wohnraum?
Aber Politikberater haben eben den Durchblick. Und kein Quatsch ist zu blöde, daß man ihn nicht verbreiten könnte…

Keine Umfrage

[ ] kultur

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– weil: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Kuechenradio schweigt

Wieder eine schöne Küchenradio-Sendung: Mit tollen Schweigemomenten. Und einer etwas hibbeligen Cindy 🙂

Der Russendisco-Erfinder und Schriftsteller Wladimir Kaminer kennt keine Fiktion. Er versucht von seinen realen Urlaubserlebnissen auf Ibiza und im Kaukasus zu erzählen. Er erklärt wie sich Weinpulver von echtem Wein unterscheidet, erzählt aus seinem Hippie-Leben in der SU und schenkt dem Küchenradio-Team seltene Momente kollektiven Schweigens.