Ich bin von Kopf bis Fuß

Ein Hit von Hildegard Knef, nicht wahr? Jedenfalls meint das Rudolf Walther in der heutigen FR:

Der Spiegel-Redakteur Gabor Steingart ist, um es in Anlehnung an einen Schlager von Hildegard Knef zu sagen, von Kopf bis Fuß auf Panikmache und Untergangsbeschwörung eingestellt.

Genau. Und „Mama, Du mußt doch nicht ums Feuilleton weinen“ ist von DJ Oetzi.
Mannomannomann…

Unterschichtenmoderation

Henry Vogt und Mathias Arians, die leider alle Champions-League-Spiele des SV Werder für Radio Bremen kommentieren, sollte man mal ihre Moderationen transkribieren lassen. Wenn ihnen dabei nicht übel wird, ist wohl nichts mehr zu retten. Besonders Mathias Arians dürfte wohl beim heutigen taz-Test „In welcher Schicht lebe ich eigentlich?“ (A) ankreuzen:

Sie sprechen eine Mischsprache aus Deutsch mit nichtdeutsch geprägter Verkürzungsgrammatik, denn hey Alter, brauchst du nicht Goethe, versteht man alles auch so. (A).

Äpfel. Birnen. Und kein Gefühl dazwischen.

Der Volkswirt und Soziologe, Professor und Forschungsorganisator an der Universität Flensburg Gerd Grözinger hat einen interessanten Vergleich in einem taz-Artikel gebracht:

Auf mindestens 3.300 Toten schätzt sic! das deutsche Krebsforschungszentrum die Zahl der jährlichen Opfer in Deutschland – das ist noch einiges mehr als etwa der Anschlag auf das World Trade Center gekostet hat.

Hach, diese Kosten immer. Auch an Menschenleben. Passivraucher. Terroropfer. Hauptsache, die Zahl stimmt. Irgendwie. Nächstes Mal könnte Grözinger dann vielleicht die Zahl der Holocaust-Opfer (pro Tag, sonst klappt das nicht), der verhungernden Kinder (pro Stunde, sonst klappt das nicht), seiner absterbenden Hirnzellen (pro Minute, sonst klappt das nicht) ins Spiel bringen.
Herr Liebermann, den Eimer. Bitte.