Nix is so unmöchlich, daß es Journis nicht doch veröffentlichen

Wenn ich die Texte & Beiträge vieler „JournalistInnen“ in der Anti-Raucher-„Diskussion“ so sehe, glaube ich nicht, daß es in D. noch Bedarf oder Notwendigkeit für eigene Recherche gibt. Wie da angebliche „Fakten“ einfach & ungeprüft übernommen werden, weil sie so toll klingen und Journi auf jeden Fall auf der Seite von Recht & Freiheit steht„3000 tote Passivraucher!“, „5000 giftige Substanzen!“, „Rauchen ist Körperverletzung an Nichtrauchern!“ – das ist nicht mehr wirklich erschütternd. Es paßt halt zu Deutschland, dem Lande der Meiner & Nichter.

Schade

Leute, die einem mit großen Augen vorrechnen, was man für seine konsumierten Tabakwaren alles kaufen oder wieviel man sparen könnte, wenn man das Geld nicht sinnlos verfeuern würde.
Schade, daß Sex keine (großartigen) Kosten verursacht. Würde einem die Fortpflanzung dieser Leute ersparen.

November und die Buecher

Ob es am heute beginnenden November liegt, was mir so vor die Augen kommt?Gestern noch in Paveses „Handwerk des Lebens“ gelesen, heute beim Durchstreifen der Notizen eine Stelle aus den vor einem Jahr empfohlenen Endo Anacondas „Sofareisen“ gefunden:

Knarren zum Christfest
Während sich der Novembernebel gnädig in die Gasse zwischen mir und dem benachbarten Verwaltungsgebäude schob, studierte ich den Weihnachtswunschzettel der lieben Kleinen. Faul und melancholisch, wie jedes Jahr im November. Jetzt kommt die Zeit, wo jeder gottfroh sein kann, der ein Steckenpferd hat, um über den Winter zu kommen. Ich selber konnte mich leider nie begeistern, obwohl mich Mama immer wieder erfolglos dazu ermunterte. „Such dir doch ein Hobby“, lautete der oft gehörte Ratschlag. Sie ahnte ja nicht, daß ich mich damals höchstens für Sex interessierte. Aus lauter Langeweile fing ich sogar an zu rauchen. Witzigerweise Lungentorpedos der österreichischen Marke Hobby.

Lesen lohnt sich. Und das Buch ist auch schon auf den Remitendentischen diese Kulturnation gesichtet worden.