Sibylle Berg – wieder einmal

Ich freue mich immer auf und meist über die Texte von Sibylle Berg. Diesmal, in „Sushi geht immer“ hat sie die feine Idee, daß manche (zu) hochpreisige Wohnung von den Angebotsseiten verschwinden und auf einem Gnadenhof landen.
„Da sitzen traurige Top-Immobilien in bevorzugter Wohnlage und fühlen sich ungeliebt. Die Wohnungen trinken Roibush-Tee, das tut man heute in ihren Kreisen, schmeckt eklig, hat aber was mit Dritter Welt zu tun, und ist darum hip – und warten auf ihre Besitzer.“
(Alles lesen.)

WordPress 2.3 ist draußen

Beim Schockwellenreiter sah ich gerade: WordPress 2.3 ist draußen. Einerseits soll es ein paar Erweiterungen geben, durch die man Plug-Innereien sparen kann. Andererseits meldet er:

Allerdings wurden in v2.3 einige Datenbank-Tabellen geändert, so daß es bei diversen Plug-Ins sein kann, dass diese nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. (…) Vorsicht ist also die Mutter der Porzellankiste und ein Backup vor einem Update war sowieso noch nie eine schlechte Idee.

Letzteres ist natürlich sehr richtig 🙂

Sie begreifen es nicht…

In der WAZ verteidigt Ruhrbischof Genn ons‘ Kardinal Meisner

Essen (ots) „Ich kann das Anliegen der Predigt verstehen, auch wenn ich nicht den besetzten Begriff gebraucht hätte“, erklärte Genn gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Dienstagausgabe). […] „Was Meisner sagen wollte ist, dass Kunst, die den Transzendenz-Bezug (Überschreitung der Grenzen des Verstandes) vermissen lässt, Kopf und Hirn fehlt“, erläutert der 57-Jährige. Kunst ohne Gottesbezug sei weder herzlich noch vernünftig.

Ja, genau. Und das ist sowas von kunst- bzw. weltfremd, daß mir der Kopf schon vor lauter Schütteln schmerzt.

Reclaim the windows

Heute kam ich auf dem Hohenstaufenring an einem Geschäft vorbei, das den Räumungsverkauf auf den Fenstern bekanntgab. Allerdings hatte mein Lesevermögen eine leichte Irritation zu verarbeiten.
Ladenfenster_01
Ladenfenster_02
Ich weiß allerdings nicht, ob die – nun ja: mittelmäßig witzige – Umkleberei
– Anti-Shopping-Aktivisten,
– entnervten Angestellten oder
– einer Guerilla-Marketing-Strategie der Geschäftsführung
zu verdanken ist…

"verboten" strikes back

Natürlich ist das kindisch-hilflos. Aber bei den Stumpfmeiern fällt mir auch nichts besseres ein als so ein Beitrag wie der heutige taz-verboten:

verboten bedauert „Missverständnisse“! Die Berliner Seite-1-Rubrik verboten hat ihr Bedauern über „Missverständnisse“ im Zusammenhang mit ihrer umstrittenen Äußerung über die „schrill-bigotten Purpurschwuchteln des reaktionären Katholizismus'“ bekundet. (…)

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NEIN

Ich weiß ja nicht, ob Ärzte bereits das Krankheitsbild der Mißverständnisseritis im Katalog haben Zeit wird es jedenfalls. Schon länger.

Kardinal Joachim Meisner bedauert, dass seine Aussage über angeblich „entartete“ Kultur zu „Missverständnissen“ geführt habe. In einem Beitrag für die „FAZ“ (Mittwoch) schreibt Meisner, das von ihm im Zusammenhang mit Kunst gebrauchte Wort „entartet“ habe „in der verkürzten Form des aus dem Zusammenhang gelösten Zitats Anlass zu Missverständnissen gegeben“. Dies bedauere er. (*)

Daß es diesen ganzen Leuten nicht peinlich ist, ständig „Mißverständnisse“ vorzuschieben. Die sollen dazu stehen. Oder sich entschuldigen.
Herr Liebermann, ein Eimer genügt leider nicht.
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(*) Meldung beim WDR

My wonderful SPAR-Markt

Der Shop-Blogger ist einer meiner täglichen Lesestoff-Lieferanten. Björn Haste berichtet aus seinem Bremer SPAR-Markt über Neuigkeiten aus der Lebensmittelwelt (die mir als beinah ausschließlicher Bioladen-Kunde eher unbekannt ist – aber er hat auch das gesamte Zotter-Sortiment!); noch interessanter finde ich allerdings die Einblicke in die Welt hinter den Regalen. Heute ging es u.a. um Automaten-Planungen:

In ca. zwei Wochen wird mein lange herbeigesehnter Leergutautomat installiert werden. Aber es ist bei so einem Gerät ja nicht damit getan, eine freie Fläche zu schaffen, den Automaten aufzustellen und einzuschalten. Schön wär’s, aber:

weiterlesen beim Shopblogger!

Kein Schritt breit

Daß es zwischen Bund und Ländern, in diesem Fall den Kommunen, nicht immer zum Besten steht, deutet die Tickermeldung an:

Bundesregierung Aktuell 17.09.07 08:30
Seit dem Wegfall der Gewerbekapitalsteuer im Jahre 1998 sind die Kommunen am Aufkommen der Umsatzsteuer beteiligt. Die Verteilung erfolgt derzeit noch nach einem Übergangsschlüssel. Die Umstellung auf einen endgültigen Verteidigunsschlüssel soll mit Wirkung ab dem Jahr 2009 erfolgen.

Merke: Lieber verteidigen, bevor man was verteilen muß.