nerdish by nature

Im Moment sauge ich alle möglichen, z.T. schon länger existierenden Internet-Anwendungen auf. Und neben der Begeisterung für den Kram taucht auch immer die Frage auf: Wie soll man das alles handeln?!? Und wer soll das alles „aufnehmen“?!? Dazu paßt sehr gut die Frage, die Loic bei seesmic gestellt hat:

Inzw. ist ein gute Diskussion entstanden, und man kann es auch bei Loics Blog nachlesen.

Fauler Apple

Heute bei Damaschkes insideMac (lohnt sich!) zu lesen:

Mac OS X in zwei Minuten gehackt (und andere schlechte Nachrichten)

Ach, ach und ach… Erfreulicherweise nutze ich den Safari 3.1, der für diesen Mist verantwortlich ist, nicht. Also besser immer schön FLOCKig bleiben 🙂

Home is where my brain is

taz: Ist Ihr Arbeitszimmer hübsch?
ADB: Ehrlich gesagt, mein Büro ist häßlich. Ich halte mich ja sowieso in erster Linie in meinem Kopf auf, da ist das egal. Wenn man sich an einem schönen Ort befindet, was soll man dann noch schreiben? Diese Unzufriedenheit ist für mich eine Notwendigkeit.

Alain de Botton in einem taz-Gespräch über sein gerade erschienenes Buch „Glück und Architektur. Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein.“ (S. Fischer)

Apple:Gates

Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Apple fängt langsam an zu müffeln. Nach dem merkwürdigen Geheimniszicken beim iPhone und dem neulich bei manchen NutzerInnen ziemlich daneben gegangenen 10.5.2-Update kommt jetzt das ((Die ganze Meldung gibt es beim Standard)) :

Mozilla-Chef übt heftige Kritik an Apple wegen Safari
Der Browser wird mit den iTunes-Updates ausgeliefert
(…)
Die neue Apple Update-Software lädt und installiert Safari auf die Rechner. Die AnwenderInnen können dies nur verhindern, wenn vor dem Laden der Updates explizit den Safari-Download ausgeschlossen wird. Wer Safari unabsichtlich installiert, muss die Software später manuell deinstallieren.

Was soll denn das???

Ehret Jean Paul – indem ihr ihn lest.

Vorwort zum Vorwort

Es mag merkwürdig anmuten, daß der Schreiber dieses Beitrags zugleich Gründer und erster Vorsitzender des „G.w.s.d.“ ((siehe dazu die Erläuterung)) ist.

Erstes Vorwort ((Ein zweites Vorwort ist dann leider doch nicht zustande gekommen))

Hinweise auf Geburtstage in diesem Blog sind immer nur willkommene Anlässe, auf Menschen – und meist mehr noch auf ihr Werk – hinzuweisen.

Glückwunsch

Ich wüßte nicht zu sagen, wem mehr zu gratulieren wäre: Jean Paul ((getauft auf den Namen „Johann Paul Friedrich Richter“, aus Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau aber nannte er sich eben Jean Paul)), dessen 243. Geburtstag man heute feiern könnte. Oder doch den Lesern und Leserinnen, die seine Bücher heute noch lesen können. Und sollten.

Abschweifung

Wer nicht gleich ein Buch nehmen möchte und sich dem Lesen ergeben, der sei auf diese Links verwiesen:

  • wikipedia – wie so oft ein guter Ausgangspunkt.
  • Die Seiten der Jean-Paul-Gesellschaft werden seit kurzem vom Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum betreut und haben nicht nur ein neues Layout, sondern bieten auch viele Informationen und – besonders löblich – einer Bibliographie ausgestattet.
  • Das Jean-Paul-Portal (JPP) an der Universität Würzburg bietet u.a. eine Online-Ausgabe der Exzerpthefte.
  • Die Staatsbibliothek zu Berlin bietet ebenfalls gute Informationen und Links zu Jean Paul.
  • Ebenfalls zahlreiche Links bietet die Seite der Universitätsbibliothek der FU Berlin.
  • Um sich auf die Spuren Jean Pauls zu heften, böte sich der Jean-Paul-Rundweg in Schwarzenbach an.
  • Auch Hof bietet einen solchen Wanderweg.
  • Und natürlich gibt es auch viele Texte von Jean Paul online beim Projekt Gutenberg.
Nachwort

Titelblatt Giannozzo - Hamburger LesehefteDas mehr als umfangreiche Werk könnte einschüchtern und Menschen vom Lesen abhalten. „Womit beginnen?“ würde ich aber mit einem meiner Lieblingstexte beantworten: Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch. Ein überschaubarer Text. Den es online, aber auch in einer sehr einfachen Ausgabe der Hamburger Lesehefte gibt. ((ISBN 3872911406, EUR 1,60 !)) Und „Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wutz in Auenthal“, ebenfalls ein guter Einstiegstext.

Worte des Autors

Erste Vorlesung
Wonsiedel – Geburt – Großvater
Geneigteste Freunde und Freundinnen!
Es war im Jahr 1763, wo der Hubertsburger Friede zur Welt kam und gegenwärtiger Professor der Geschichte von sich; – und zwar in dem Monate, wo mit ihm noch die gelbe und graue Bachstelze, das Rotkehlchen, der Kranich, der Rohrammer und mehre Schnepfen und Sumpfvögel anlangten, nämlich im März; – und zwar an dem Monattage, wo, falls Blüten auf seine Wiege zu streuen waren, gerade dazu das Scharbock- oder Löffelkraut und die Zitterpappel in Blüte traten, desgleichen der Ackerehrenpreis oder Hühnerbißdarm, nämlich am 21ten März; – und zwar in der frühesten frischesten Tagzeit, nämlich am Morgen um 1½ Uhr; was aber alles krönt, war, daß der Anfang seines Lebens zugleich der des damaligen Lenzes war.
((Jean Paul: Selberlebensbeschreibung. Fragment, 1818/19 geschrieben, 1826 von Jean Pauls Freund Christian Otto herausgegeben.))

Welttag der Poesie

200803211017
Heute ist mal wieder „Welttag der Poesie„. Wer gerade kein Lyrikbuch zur Hand hat, kann bei der lyrikline viele Gedichte finden, lesen und hören. Oder bei Grupello einiges von Heinz Czechowski lesen (z.B. aus „Seumes Brille„), einem meiner Lieblingslyriker (dessen Essayband „Einmischungen“ auch von Czechowskis großem Wissen zeugen; und wer Reiseberichte mag, möge sich an sein wunderbares Buch „Herr Neithardt geht durch die Stadt“ mit großartigen Reisefeuilletons halten, das noch antiquarisch erhältlich ist).
Gerade erschienen ist das „Jahrbuch der Lyrik„. Ob es nur Zufall war, daß der Kunde nach mir in meiner Lieblingsbuchhandlung Bittner auch diesen Band kaufte? (Ja, aber es spricht für die gute Kundschaft 🙂 )

Heia Safari

Die neueste Version des Safari soll einen superschnellen Browser präsentieren. But not for me. Denn leider, leider muß dafür das Update 10.5.2 installiert sein. Und das brauche ich nun wirklich nicht; mit dem Horror-Buggy-Update hat Apple einen weiteren Schritt in Richtung Microsoft geschafft.
Und solange die anderen Browser nicht solche großartigen „sozialen Feature“ wie der Flock zu bieten haben, bleibe ich beim Flock.

Da hänge ich mal mein schwarzes Schnupftuch raus

Der Hersteller meiner Lieblingsschnupftabake Goldaroma und Doppel-Brasil schließt.

SINZING – Die Bernard Tabak AG, eines der traditionsreichsten und ältesten Unternehmen der Branche mit Firmensitz in Sinzing bei Regensburg, schließt am 31. Mai 2008 ihre Tore. Begründet wird die Firmenaufgabe mit der schlechten Umsatz- und Ertragsentwicklung aufgrund des prohibitionsähnlichen Nichtraucherschutzgesetzes, das vor allem in Bayern besonders hart ist. Den sieben Mitarbeitern wurde gekündigt. Aktionäre der Familien AG sind die Gebr. Bernard, der international bekannte Rohtabakhändler Eduardo Fernandes und Ludwig Weber, der auch das Amt des Vorstandes ausübt. Von der Schließung unberührt bleibt das Immobiliengeschäft der Gebr. Bernard. Betroffen hingegen ist die gesamte Sparte der Bernard Pfeifentabake, die Import-Tabake (z.B. Sa muel Gawith), sowie aller traditionellen Schnupftabake der Gebrüder Bernard.

tu felix michel

DemKlimageht’snichtsogut
KnuthatbaldvielleichtkeineeigeneEisschollemehr
DerBillig-Flug-Marktlegtkräftigzu
DerSpritverbrauchbeiNeuzulassungensinktnicht
EinsameMinisterfliegeneinsamnachMallorca
UndtäglichverreckenMenscheunterschlimmstenBedingungen.

Deutschland fordert noch besseren Nichtraucherschutz.
Deutschland, Du hast es besser.

Ein MANN denkt Amok

Hildegard Knef soll Zynismus als Kapitulation bezeichnet haben; mir geht dieser auch immer mal wieder gehörig auf die Nerven. Allerdings ist er mir immer noch lieber als die selbstgefällige KlassenprimatenprimanerInnen ((z.B. „Die Achse des Guten“, aber auch Los Rutschkys)), die sich eitel in ihrer Besserwisserei sonnen, die noch nicht mal im Ansatz interessant ist.
Ein weiterer Beweis, daß der Professorentitel nicht unbedingt vor ausgemachtem Blödsinn schützt, bietet ein taz-Gespräch zw. Jutta Allmendinger und Norbert Bolz in der taz vom Samstag. Bolz, der spätestens seit seinem „Konsumistischen Manidest“ in der Besten Aller Welten gelandet ist, sondert dort Sätze ab, die ich nicht einmal aus dem Zusammenhang reißen muß, um sie im Glanz ihrer ganzen Blödigkeit erstrahlen zu lassen:

Allmendinger: Darf ich fragen: Was ist für Sie ein „genuin männliches Verhalten“, das uns nun verlören geht?
Bolz: Zum Beispiel eine Orientierung an Stolz und Ehre.
A: Das ist doch nicht Ihr Ernst? Das ist doch nicht männlich. Natürlich orientiere ich mich an Ehre.
B: Es geht die Form des Verhaltens verloren, die man in ihrer negativen Ausprägung als Machoverhalten bezeichnet. Zum Beispiel self-assertive behavior.
A: Selbstsicherheit? Auch das ist für mich keine männliche Eigenschaft.
taz: Welche weiblichen Attribute werden belohnt?
B: Zum Beispiel Pazifismus. Ich bin ja froh, daß wir heute in einer friedfertigen Gesellschaft leben. Aber das hat auch einen Preis. Es gibt gar keinen Kampf mehr um Werte. Es gibt keine Idee mehr, für die zu sterben sich lohnt.

Ein Stahlgewitter für den Herren, bitte. Und er möge sich die Kniestrümpfe mal ordentlich hochziehen.