Ernst A. Grandits

Der Fanclub befindet sich seit heute abend in Gründung!
Eagohne-Marke
Ergänzung:
Sehr schön benennt der Tagesspiegel das diesjährige Moderationsdesaster der Clarissa Stadler und rühmt ganz zu Recht:

Ein Hoch also auf den ewigen Ernst A. Grandits, der bis vor zwei Jahren die Lesungen und Diskussionen nobel und angenehm unbeteiligt moderierte.

(Leider konnte das ZDF für das Moderatorenfoto keine Rechte erteilen.)

Kommentar zu Paperback Fighter

Da ich mich nicht mit einem eher stillgelegten Account zum Kommentieren anmelden möchte, hier ein Kommentar zu einem Detail der sehr lesenswerten TDDL09-Einträge bei Paperback Fighter:

Mit Clarissa aber sind alle zufrieden, und das ist gut. Ihre Art zu moderieren kann man wirklich nicht bemeckern, wenn man das nicht unbedingt will.


Doch. Doch. Doch. Wir = Männlein und Weiblein saßen nur noch kopfschüttelnd / heulend / zähneknirschend beim Hören dieser z.T. tumben Moderationen. Schon die erste Mod.: „Was hat der Text mit Ihnen gemacht?“ – das geht doch nicht. Dann das ständige Einmischen / nicht wirklich zu Wort kommen lassen. Und mein absolutes Hochlicht: „Haben Sie schon mal einen Menschen bis zum Tod gepflegt“ – als Kriterium literarischer Bewertung…
Ich habe daraufhin die Gründung des „Ernst A. Grandits“-Fanclub in Angriff genommen.
Ansonsten: Sind wir meinend ganz bei Ihnen. Die vorgetragenen Texte werden für uns immer uninteressanter – aber das mag an uns liegen.
Ein Witz die Internetabstimmungsbeteiligung: Wenn die Siegerprozente richtig gerechnet wurden, haben insgesamt nicht einmal 1.400 Menschen abgestimmt.
Für mich heißt es endgültig Abschied zu nehmen vom Leichnam „TDDL“. RIP

Doch Methode

Der moderative Irrsinn des Bachmann-Bewerbs hat also doch Methode, wenn ich der Kleinen Zeitung glauben darf:
Vereinzelte Zurufe. Jedenfalls habe er „den Text sehr gerne gelesen“, für Feßmann dagegen war er „harmlos“. Sogar das Publikum mischte sich ein, vereinzelte Zurufe kommentierte Clarissa Stadler mit „jetzt diskutiert jeder mit jedem.“ Auch ORF/3sat-Redaktionsleiterin Margit Czöppan, die die Diskussion im ORF-Café verfolgte, zeigte sich begeistert: „Sonst sind die Autoren oft wie Lämmer, jetzt traut sich endlich einer, dagegen zu reden.“
Nun ja, wenn Frau Dr. Czöppan den Sinn darin sieht, eine alberne Kindergarten-Veranstaltung daraus machen zu wollen – bitte sehr. Aber dann vielleicht auch richtig konsequent und im kommenden Jahr mit neuem Namen und im Nachmittagsprogramm die Daily „Literatur-Richterin Stadler“. Da kann Frau Mag. Stadler dann auch ungehemmt peinliche Fragen wie „Haben Sie schon mal einen Menschen bis zum Tode gepflegt“ stellen.

Geht doch alles nicht

Ich schnappe mir jetzt mal Epikur, bestelle jahreszeitgemäß den Garten und lasse die Welt in ihrer absurden Irrheit einfach draußen. Denn so eine gequirlte Eierspeise mit streng riechenden Zutaten wie die, die zur Zeit von Zensur-Freunden auf den Tisch gebracht wird, schlägt auch auf den robustesten Magen.
Und da ja alle begeisterten
HOME-SchauerInnen und „Wir müssen alle was für die Erde tun – wenn wir aus dem Flugurlaub zurück sind“-Laberheinis und -gretis den Laden in den kommenden Jahrzehnten zum Schließen bringen werden, weiß ich eh nicht, warum ich mich aufregen sollte.