Balla balla rules

Der Jurist und Politikwissenschaftler Daniel Dettling,Er entblödet sich auch nicht, auf seiner Auskunftsseite folgende Informationen erstrahlen zu lassen: Dr. Dettling gehört zu den 100 wichtigsten jungen Deutschen (NEON) und zu den 40 einflussreichsten Männer unter 40 (GQ). Armes Land, das solche wichtigen jungen Leute hat. Jg. 1971, selbständiger Politikberater und Vorstandsvorsitzender des think tank (vulgo „Denkpanzer“) berlinpolis, verbreitete im „Pol. Feuilleton“ von dradio hanebüchenen Quatsch, der mal wieder die Fragwürdigkeit des Beraterwesens zeigt. Die Generation Praktikum auf der Suche nach ihrer Zukunft, so der Titel. Er kommt zu dem aufregenden Schluß und Vorschlag:

Überfällig ist daher eine Wirtschafts- und Sozialpolitik, die Risiken und Chancen, Unsicherheiten und Garantien neu verteilt. 35 Stunden Woche? Für erziehende Eltern ja, für alle nein. Die Rente ist sicher? Ja, für die mit Kindern. Für Kinderlose reicht die Hälfte.

Ein Schelm, wer hier an Swift und dessen Vorschlag denkt, die Armen mögen doch ihre Kinder fressen, wenn sie Hunger hätten. Warum im Alter für die Kinderbesitzer mehr Geld da sein soll, obwohl sie a.) vermutlich weniger in die Sozialkassen gezahlt (während die bösen Doppelverdiener auch noch mehr Steuern abdrücken) und b.) sie Kinder haben, die ihre Eltern unterstützen können, weiß allein Dettling. Mutterkreuz, ick hör dir trapsen. Und warum Kinderzeuger im Alter mehr Geld brauchen, verstehe ich auch nicht. Ist den Kinderlosen der Appetit vergangen? Brauchen die keinen Wohnraum?
Aber Politikberater haben eben den Durchblick. Und kein Quatsch ist zu blöde, daß man ihn nicht verbreiten könnte…

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