Alle Jahre wieder

Nach fünf Jahren habe ich mal wieder meinen kleinen Wettbewerb „Immer positiv!“ gestartet. Der Gedanke: Daß die meisten Deutschen den Pogromen positiv gegenüber standen, drücke sich auch in der Fehlschreibung „Progrom“ aus.

In diesem Jahr ist die Frankfurter Rundschau Sieger. Zwar gelingt es ihnen, zu Beginn des Artikels über die Streitigkeiten wegen der Rede Alfred Grossers in der Paulskirche die Pogromnacht richtig zu schreiben. Am Ende aber …

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Libreka? ADE!

Also, für die Statistik: Vier der heutigen Downloads („Schmerzfrei sparen“) bei den Libreka Download Days stammen von mir.

Irgendwann habe ich es verstanden (mag sein, ich bin zu dumm für das Internet; vielleicht war es auch nur zu früh), um 7:30h eine Adobe ID geordert, Adobe Digital Edition (ADE – sic!) installiert und beim Betrachten der Oberfläche zwischen Lachen und Weinen geschwankt.

Um 8:24h mich dann entschieden, mir Libreka schmerzfrei zu sparen und um Löschen meines Accounts gebeten. So ein Angebot möchte ich nicht einmal nutzen, wenn der Download kostenfrei ist. #fail – und mein Buchhändler freut sich weiterhin über meinen Besuch.

Mehr zu Libreka gibt es hier.

And the winner is

Bei meinem beliebten Spiel „Kritische Geschichtsschreibung“ hat in diesem Jahr der Online-Auftritt der WELT gewonnen, da sie 2008 die ersten waren, die mir damit auffielen. ((10:20h – mal sehen, wann es geändert wird. 13:20h noch nicht… – 14:30: Fensterinhalt getauscht, jetzt „Jörg Haider – Wie Österreich mit seiner Bisexualität umgeht“; war Hitler nicht auch…))
In unerbittlicher Deutlichkeit hält die WELT – zurecht! – daran fest, daß die Deutschen im Nationalsozialismus doch eher für eine Verfolgung der deutschen Juden waren, also quasi „Pro“. Daher und folgerichtig heute auf der WELT-Startseite der Hinweis auf die Reichsprogromnacht.
Wir gratulieren!
Pro-Grom-DetPro-Grom-Gr

Fast versöhnt.

Fast versöhnt mich das Fazit Harald Martensteins zum Fernsehen und zu MRRs „Affront“ mit eben diesem HM, wenn er im Tagesspiegel und in der ZEIT schreibt:

Ein Fernsehen, das sich so präsentiert, als sei es nicht statthaft, über Kitsch und über Kalauer hinauszudenken, schafft sich als kulturelle Institution selber ab. Es wird zu einer Zeittotschlagsmaschine für die Ungebildeten, die anderen wandern ins Internet ab. Dort gibt es alles.

Seine Kolumnen werde ich wohl trotzdem nicht lesen.

Ein neuer Max Goldt!

Vorweg eine kleiner Ausruf:
Atlas

Hammer!

Ich suche noch nach den treffenden Worten, um meiner Freude über die eben eingetroffene Nr. 000010 des neuen Max-Goldt-Buches „Atlas van de nieuwe Nederlandse vleermuizen“ angemessen Ausdruck zu verleihen.
Der changierende Umschlag mit der großartigen Titelgestaltung. Dann ein Blättern wie in einem Bildband, nur kurz mal Zeilen anlesen, aber die Satzbilder sind erst einmal viel zu aufregend, um die Texte lesen. Das kommt schon noch. Und auch wenn ich schon einige Seiten hier im Blog gesehen habe, sind sie in Buchform und auf Papier doch ganz was anderes.
Das schöne an diesem Projekt war und ist, daß Martin Z. Schröder ((seines Zeichens ein Schweizerdegen! )) die Entstehung des Buches in seinem Druckerey-Blog dokumentierte und sehr umfassend kommentierte – hier gesammelt nachzulesen. Überhaupt ist der Blog eine Lese- und Wissens-Oase, die Trost im Wegwerf-Alltag spendet. ((nee, wenn das jetzt konservativ klingt, dann war ich das wohl schon immer))
Und wenn jemand mal wirklich schöne Visitenkarten oder andere benötigt…