Ein Volk, ein Ball, ein Spielführer

Deutschlandfahne auf einem Balkon

Uff, und ich dachte schon, ich sei der einzige, der diese ständig auf Anschlag propagandierenden Phrasendrescher im öffentlich-rechtlichen Sportfernsehen für bedenklich hält. Schlimmer als die Verabschiedung vom Journalismus ist aber die übel müffelnde Tendenz zum großen WIR.
Ein gutes „Breitband“-Gespräch bei Deutschlandfunk Kultur mit Jürgen Roth über die Sportjournalisten der Fußball-WM: „Das sind PR-Heinis“.

Musik zum Tag

Titelseite der US-Soldatenzeitung
Typisch Lügenpresse …
„Der böse Mann mit dem kleinen Bart ist noch gar nicht tot …“
2001 veröffentlicht, ist Jan Delays Liedtext von „www.hitler.de“ immer noch aktuell. Über den erwähnten „General von Stauffenberg“ (der kein General war) sollte aber noch mal gesprochen werden.

Lecker Tod

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Beim Urlaub im Land des „Nieuwe Maatjes“ habe ich mich gefragt, wie das eigentlich mit dem Töten des Herings aussieht. Mir war schon klar, daß es für die Fische kein Spaß ist – aber so heftig? Die Krepierzeit , die ich in dem Dossier (PDF) der Organisation „fair fish“ gefunden habe, beträgt bei

  • lebend ausnehmen (Kehlen im Fall von Heringen): 25–65 Min., bei
  • Erstickenlassen ohne Ausnehmen: 55–250 Min.

Eet smakelijk und guten Appetit.

DRadio Wissen – alles für die Quote?

Bei DRadio Wissen kann man ModeratorInnen oft beim Suchen nach Gedanken während des Redens zuhören. Dieser Beitrag von Magdalena Bienert über “Hohle Phrasen in der Kunstwelt” senkt das “Ich bin doof, und das ist auch gut so!”-Niveau auf eine neue Stufe. Was ist unter dem Tiefparterre?

Daß eine DRadio-Redaktion solche populistisch-dummen Beiträge sendet, macht mich dann aber doch sprachlos. So zwei bis drei Sekunden.

WTF, ARD?

Ziemlich erschüttert habe ich die Doku „Legenden: Joachim Fuchsberger“ gesehen. Bzw. das Ende. „WTF!?!“ – um mal onlinetypisch zu kommentieren, wie inzw. in der ARD mit Sendungen umgegangen wird.

Am Ende der Doku gibt es einen recht bewegenden OT von Fuchsberger, der im Film deutlich auf Wirkung = 1 – 2 Sekunden Nachhall + ruhigen Abspann ausgelegt war. Und was macht die Sendezentrale? Man ahnt gerade noch Fuchsbergers „…“, da knallen die mit lustig-lustig-Musik und einer grellen Hinweistafel für den kommenden Montag in dieses Ende.

Daß sie dann noch die falsche Abspanntafel einblenden, entbehrt nicht der Komik, denn der fälschlich gezeigte Sendetitel „Um Himmels willen“ trifft diese ARD-Barbarei bestens.

Fremdschämen für die ARD nimmt weiter zu. Und ich bin mir sicher, daß das heimlich unterstellte Motto „Wir machen Programm, das wir selber nicht anschauen würden“ zumindest für die Programm-Designer zutrifft.

Kommunikationsprofi – oder: Wie man Kommunkationshürden erhöht.

Ich amüsiere mich gerade über das Kommunikationsverhalten von Dr. Röttgen auf abgeordnetenwatch.de. Seine Standardantwort dort:

Sie haben über das Internetportal „abgeordnetenwatch“ eine Anfrage an mich gerichtet. Ich möchte mich dafür bedanken.

Selbstverständlich bin ich sehr gerne bereit, interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort zu stehen. Ich möchte Sie jedoch bitten, Ihre Frage unmittelbar an mein Büro zu richten oder mir Ihre Postanschrift mitzuteilen, damit ich Ihnen persönlich eine Antwort zukommen lassen kann.

Sie erreichen mich per Mail ( norbert.roettgen@bundestag.de ), per FAX (030/22776981) oder per Post (Platz der Republik 1, 11011 Berlin) – bei Anliegen, die meinen Wahlkreis betreffen, gerne auch über mein Wahlkreisbüro (Wesselstr. 10, 53113 Bonn). Bei Fragen, die meinen Zuständigkeitsbereich als Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit betreffen, schreiben Sie mir bitte eine E-Mail an service@bmu.bund.de . In der Landesgeschäftsstelle der nordrhein-westfälischen CDU erreichen Sie mich unter www.cdu-nrw.de

So erhöht man Kommunkationshürden. Dr. Röttgen ist da kein Einzelfall. Sollte vielleicht auch bei Fragestunden im Bundestag angewendet werden, dann geht das schneller …

Dagegen Hans-Christian Ströbele: „Leider mußte ich feststellen, daß Ihre Frage aus dem letzten Jahr bisher nicht beantwortet wurde, sondern bei mir verloren gegangen ist. Deshalb kommt jetzt erst meine Antwort.“

Polizeistaat? Egal.

So, so. Tunesien soll unter Ben Ali also ein Polizeistaat gewesen sein. Hat aber wohl die Touristen nie gestört. Wie auch nicht die, die schon immer gern nach Ägypten, Thailand, Franco-Spanien oder sonst wohin reisten. Hauptsache warm, ne.

Und wieder mal erinnern


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Deutschlands Verderber ist natürlich ein bißchen simpel. Auch Arschloch würde es wohl nicht richtig treffen. Verrückter sowieso nicht. Um das besser einschätzen zu können, empfehle ich auch heute wieder, die

Analysis of the Personality of Adolph H**ler
With Predictions of His Future Behavior and Suggestions
for Dealing with Him Now and After Germany’s Surrender”

zu lesen.