Keine Na*is, nirgends (Geht gar nicht Nr. 16)

In der gerade noch so aktuellen taz von heute faßt Astrid Geisler sehr schön die Mediengeschichte des Mordversuches an Ermyas M. ganz ganz unglücklichen und selbstverschuldeten Mißgeschicks von Ermyas M. zusammen.
Wenn man dem, was kaum möglich, aber für Deutschlands Medien durchaus machbar ist, folgt, hat Sch*nbohm natürlich recht. Und auch die Verlängerung seiner (darf man das „Gedanken“ nennen?) Rederei: In Brandenburg und in Deutschland und in der ganzen Welt gibt es nämlich gar keine Naz*s. Und so verstehe ich nun auch endlich, warum es am 9. Mai 1945 und danach in Deutschland nie nicht keine Naz*s nicht gegeben hat – außer natürlich diesem kleinen häßlichen Österreicher.
Natürlich ist dann auch Christian Rath, der in der selben Ausgabe das Treiben kommentiert, auf das Schärfste zu widersprechen, wenn er schreibt:

Selbst wenn Ermyas M. die Täter zuvor als „Schweine“ bezeichnet haben sollte, dann antwortet ein normaler Mensch gar nicht oder sagt „Arschloch, halt’s Maul“. Nur der Rassist thematisiert sofort die Hautfarbe und schlägt so hart zu, als ob ihm das Leben seines Gegenübers egal ist.
Aber über Rassismus will die CDU offensichtlich nicht reden. Gut, dass Kay Nehm dieses Tabu nicht kennt. Er spricht etwas gewunden von „Fremdenfeindlichkeit“. Aber er meint doch das Richtige.

Aber auch nur dann.