Pencils, anybody?

Einer meiner frühen Einträge galt schon dem Bleistift; und Robert Walser. Also Themen, die gerade wieder durch den Blog trudeln. Und da der alte Blog nicht mehr wirklich greifbar ist. Und ich den Text immer noch okay finde. Klebe ich ihn einfach hier rein 🙂
—schnipp—
06.10.2002
Abends im neuen „du“ über Robert Walser* und den Bleistift gelesen. Danach Notizen. Auf das Abtippen habe ich zwar keine Lust – na, dann eben ohne Lust 🙂

* und hier noch ein Aufsatz zu Robert Walser.

—tipper—tipper—tipper—

Ich lach mich kapott – da lese ich was im neuen „du“ über Bleistifte (im Zshg. mit Rober Walser) und meine, jetzt auch sofort mit Bleistift schreiben zu müssen. Ist ja auch mein Lieblingsschreibwerkzeug (als wäre ich! ein Schreibwerker…). aber neben manchen Sachen, die Tinte bzw. den Füller wollen, geht mir das Schreiben meist mit dem Bleistift am besten von der Hand.

Über manche Kugelschreiber freu ich mich, wenn die Miene gleichmäßig fließt, mit dem richtigen Druck, der meiner Stimmung entspricht. Und natürlich gibt es auch richtige Blei-Gurken, bei denen das Graphit sich nicht vernünftig auf das Papier bringen läßt.

Interessant (?) – mir fällt gerade auf, daß ich spätetstens nach einer halben Zeile den Stift um einen viertel Drehung bewege, ganz automatisch. Um die Spitze gleichmäßig rund zu halten. Wogegen beim Zeichnen ja gerade der Reiz an der verschiedenen Strichstärke liegt; wie es manchmal auch ganz schön ist, die Striche der Buchstaben unterschiedlich ausfallen zu lassen.

Das wievielte angefangene Notizbuch [/i]ist das eigentlich (und jetzt noch dieses bloggern…). Ich liebe Notizbücher, Kladden; neben dem Reiz der verschiedenen Papiere ist – und hier kann ich wenigstens etwas aus der „Helden wie wir“-Verfilmung ziehen: Jedes leere Notizbuch ist ein potentieller Roman -grins-

Fliegender Stiftwechsel. Nach einem noname aus Kina jetzt der Klassiker, Faber Castell 9000, leider HB. 2B mag ich lieber. und der hier ist einfach zu hart für das Papier. Also Wechsel: IKEA-Stift mit Koh-I-Noor-Stiftprothese: Diese Verlängerungen, in die man auch noch Stift-Stummel einkelmmen kann, um damit prima weiter schreiben kann. Nach dem ersten Spratzer der Miene schnell an den Stift gewöhnt, läuft gut. Und reicht doch nur, um [i]“Jetzt aber über Walser lesen“ zu schreiben.

[b]11.10.2002[/b]
und schon wieder so spät… also: Regal & Bleistift. Das tolle an vielen Büchern in Regalen ist, das man nur mit Mühe ran kommt, wenn sie in der dritten Reihe sind und vor dem Regal auch noch ein großer, sehr instabiler Stapel alter ZEITungen steht.

Denn als ich so im [b]“du“[/b] blätterte und über den Bleistift las (s.u.), fiel mir Handkes „Geschichte des Bleistifts“ ein, das seit Jahren ungelesen in meinem Regal steht. Und das ich doch eigentlich schon lange… Was ja auch wieder ein typisches Verhalten bei mir ist, das ich einfach nicht in den Griff kriege. Kaum lese ich mal ein Buch, kommt schon wieder ein anderes daher und meint, ich müsse jetzt aber mal das lesen, weil das doch viel besser in den Zusammenhang paßt, und überhaupt. Nu, aber der Handke steht eben in der dritten Reihe und vor dem Regal stapelt sich auch noch ein großer, sehr instabiler Stapel alter ZEITungen 🙂 – und schon rutscht wieder was anderes vor die Augen: Brinkmanns Gedicht, in dem es auch einen Bleistift gibt (bissel lesen, dann kommt man an ihm vorbei).
—schnapp—