Tag der besseren Lesbarkeit

Es ist nur ein Beispiel. So etwas gibt es zuhauf, nicht nur im Netz, auch allgemein in den Medien oder in Reden. Was es mir nicht leichter macht, die Fassung zu bewahren.

P.S.2: Der Artikel ist aus Leserlichkeitsgründen nicht gegendert, trotzdem sind selbstverständlich beide Geschlechter gemeint.

Keiner und keine kommt dabei aber auch jemals auf die Idee, Artikel dann konsequent unter Verwendung der weiblichen Form zu schreiben. Warum nicht? So bleibt es dann doch immer schön eine Männerwelt, bei der den Lesefluß nichts stört, aber auch interessante Details wegfallen. Als würden z.B. Facebook-Nutzer und -nutzerinnen bei Facebook die selben Nutzungsverhalten teilen.

Naja. Eh wurscht.

3 Replies to “Tag der besseren Lesbarkeit”

  1. Tipp: http://www.youtube.com/watch?v=LGo9Kdf3WuE – ist Englisch. Leider hat das Englische keine Manageress (würde vielleicht doch dümmlich klingen? – genauso wie manche deutsche Stilblüte des Genderns).
    Das deutschsprachige Gendern ist ein Dogma geworden, mit dem sich viele Frauen davon ablenken lassen, für sich selbst tätig zu werden. Kein -innen dieser Welt wird irgend einer Frau einen besseren Job verschaffen. Keines. Niemals. Frauenquoten ja, Gendern nein. Wenn ja, wo wäre das gewesen?
    Ich nehme an, würde Goethe noch leben, würden Sie ihn zwingen wollen, seine Gedichte zu gendern. Das wäre dann Kultur, ja?
    Es tut mir leid, aber wahrscheinlich hat das Gendern ein Mann erfunden, damit möglichst viele Frauen möglichst viel Zeit auf diesem Ersatzschauplatz verplempern und deshalb zu wenig Zeit übrig haben, um sich um ihre Karriere zu kümmern.

  2. „Goethe zwingen“ – ich möchte wirklich nicht wissen, woher Sie solche Ideen haben. Wirklich nicht.
    „Gendern“ als Dogma ist wie jedes Dogma dumm. Aber sonst?

  3. @Isabella
    Sprache und Gender ist eine andere „Baustelle“ als Frauen besser bezahlte Arbeitsplätze zu verschaffen. Klar, läuft auch alles irgendwie unter Gender. Aber könnte man da bitte etwas differenzierter argumentieren.
    Und die gesamte Literaturgeschichte – warum man grade wieder den Goethe dafür rausgreift – zu vergendern, ist ein lustiger Ansatz. Warum auch nicht? Aber auch hier wieder wird alles in einen Gender-Topf geworfen.
    Und wenn wir schon so weit sind, Sprache und Geschlechtzuweisungen – und die gesamte politische Debatte dazu – wieder Männern zuschlagen, dann muss ich wirklich sagen, Hut ab vor den Frauen, die nicht mal mehr ihre Roots kennen (wollen).